Familie Gutierrez

Fallbeschreibung

Der Mitarbeiter des Sozialdienst einer Justizvollzugsanstalt erzählt den Fall einer Familie (ein Mann, seine Frau und ihr gemeinsames Kind) aus Mexiko, die für Dritte und Betäubungsmittel illegal über Deutschland in ein anderes europäisches Land transportieren und dabei festgenommen werden. Der Mann hatte in Mexiko seine Arbeit verloren. Die Eltern werden in Deutschland zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt und in unterschiedlichen Haftanstalten untergebracht. Die Haft verläuft ohne vollzugsöffnende Maßnahmen, da der Fall von der (überlasteten) Ausländerbehörde geprüft und diese über aufenthaltsbeendene Maßnahmen (Abschiebung) zu entscheiden hat. Das Kind wird durch das Jugendamt in Obhut genommen und in das Heimatland zu den Großeltern rückgeführt.

Praxiskontext

Begleitung im Justizvollzug durch Sozialdienst

Beteiligte Institutionen

Bundesamt für Zoll und Sicherheit, Gericht, Justizvollzugsanstalt (JVA), Ausländerbehörde, Jugendamt

Zentrale Akteure

Familie Gutierrez – ein Mann, seine Frau und ihr gemeinsames Kind, Sozialarbeiter im Sozialdienst der Justizvollzugsanstalt, Bundesamt für Zoll und Sicherheit, Ausländerbehörde, Jugendamt

Zentrale Themen

Haftstrafe, Straftat, Sprachbarriere, Abschiebung, Erwerbslosigkeit, Trennung der Familie

Kontext der Fallerhebung

Das Interview mit dem Sozialarbeiter wurde im Rahmen einer Erhebung des Fallarchivs geführt.

Zeitraum des Fallgeschehens

Anfang 2020er Jahre

Fallmaterial

Interviewtranskript

1 Interviewtranskript

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