Kevin K.

Fallbeschreibung

Der Bericht skizziert den Fall Kevin, der am 23. Januar 2004 als Frühchen geboren wird. Mutter und Ziehvater sind zu diesem Zeitpunkt beide suchtmittelabhängig und mehrfach vorbestraft. Das Jugendamt wird mit dem Fall betraut, Hinweise auf eine mögliche Gefährdung des Jungen häufen sich. Als Kevins Mutter stirbt, übernimmt das Jugendamt die Vormundschaft über den Jungen. Am 10. Oktober 2006 wird der zweijährige Kevin tot in der Wohnung seines Ziehvaters aufgefunden. Ein natürlicher Tod kann aufgrund der zahlreichen Knochenbrüche an Armen und Beinen ausgeschlossen werden.

Anmerkung: In ganz Deutschland wurde der Fall in den Medien, der Politik und insbesondere der Sozialpädagogik/Sozialarbeit diskutiert. Auch durch diesen Fall wurden Reformbemühungen im Kindesschutz in Deutschland vorangetrieben.

Praxiskontext

Untersuchungsausschuss zur Aufklärung einer mögl. Vernachlässigung der Amtsvormundschaft und Kindeswohlsicherung durch das Amt für Soziale Dienste

Beteiligte Institutionen

Jugendamt, Hausarzt, Amtsvormund, Kinderarzt, Familienhebamme, Klinikum, Polizei und Justiz

Zentrale Akteure

Kevin K., Ziehvater Bernd K., Mutter Sandra K., Jugendamt, Ärzt*innen

Zentrale Themen

Kinderschutz, Vernachlässigung, Tod, Kindeswohlgefährdung, Gefährdungsmeldung, Gewalt, Misshandlung, Vernachlässigung Schutzbefohlener, Sorgerecht, Systemversagen

Kontext der Fallerhebung

Am 10. Oktober 2006 wurde die Leiche des zweijährigen Kevin K. in der Wohnung seines (Zieh-) Vaters aufgefunden. Wegen des Verdachts der Verletzung der Fürsorgepflicht ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen die beteiligten Mitarbeiter:innen des Amtes für Soziale Dienste Bremen. In diesem Kontext wurde das Fallgeschehen dokumentiert, ein Untersuchungsbericht zur Aufklärung des Fallgeschehens eingesetzt.

Zeitraum des Fallgeschehens

Mitte der 2000er Jahre

Fallmaterial

Diverses Fallmaterial

Dokumentation des Fallgeschehens, Untersuchungsbericht zur Aufklärung des Fallgeschehens, Zeitstrahl

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