Katja Novak

Fallbeschreibung

Eine Fachkraft des betreuten Wohnens und eine Pflegefachkraft der Psychiatrie berichten unabhängig voneinander über denselben Fall:
Katja Novak, geboren 1969, zieht in ihrer Kindheit gemeinsam mit ihren Geschwistern und ihrer Mutter zurück nach Slowenien. Grund hierfür ist die Ermordung von Katjas Vater durch ihre Mutter. Später heiratet Frau Novak, die Ehe wird jedoch aufgrund des Ehebruchs ihres Mannes geschieden. Aus dieser Beziehung gehen drei Kinder hervor. In Deutschland lebt sie mit einem neuen Partner zusammen, mit dem sie ein weiteres Kind bekommt.
Nachdem die Tochter der Klientin berichtet, dass dieser Partner sie jahrelang sexuell missbraucht hat, wird Katja Novak schwer depressiv und lässt sich in die Psychiatrie einweisen. Bei Katja Novaks Schwägerin wachsen dauerhaft die Kinder auf. Neben den psychischen Belastungen hat Frau Novak auch verschiedene körperliche Beschwerden.

Praxiskontext

Ambulant Betreutes Wohnen (Eingliederungshilfe)

Beteiligte Institutionen

Ambulantes Betreutes (Einzel-)Wohnen, Sozialdienst/Pflegedienst, Justiz, Jobcenter, Psychiatrie

Zentrale Akteure

Katja Novak, Novaks Familie, Simone Freiherr (Betreutes Wohnen), Clara Gomez (Pflegefachkraft), rechtliche Betreuung

Zentrale Themen

Psychische Erkrankung, Misshandlung von Tochter, Umgang mit Nicht-Erreichbarkeit/Versorgung, Rückgewinnung oder Aufbau von (Alltags-)Strukturen

Kontext der Fallerhebung

Die Interviews mit Simone Freiherr (Betreutes Wohnen) und Clara Gomez (Pflegefachkraft Psychiatrie) wurden jeweils im Rahmen einer Erhebung des Fallarchivs geführt.

Zeitraum des Fallgeschehens

Ende 1960er bis Anfang 2020er Jahre

Fallmaterial

2 Interviewtranskripte

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