Kim Gerhardt
Fallbeschreibung
Die 23-jährige Kim Gerhardt erzählt ihre Geschichte, die teilweise auch durch die Unterstützung der Kinder- und Jugendhilfe geprägt ist. Sie wird als Jüngste von insgesamt drei Kindern in Stuttgart geboren. Die Eltern trennen sich, als sie neun ist, sie erhält diverse Diagnosen (ADHS, Legasthenie, auditive Wahrnehmungsstörung und später auch Depression). Nach dem Auszug des Vaters und zwei ihrer Geschwister realisiert die inzwischen Vierzehnjährige die Alkoholabhängigkeit ihrer Mutter. Kim Gerhardt erfährt Mobbing in der Schule, hat Suizidgedanken und erlebt sexuelle Übergriffigkeit. Neben diversen Therapien war sie in einer psychosomatischen Klinik und zog mit 16 Jahren für eineinhalb Jahre in die heilpädagogische Wohngruppe, bevor sie anschließend ins einzelbetreute Wohnen wechselte. Sie absolviert ihr Abitur und zieht nach dem „Rausschmiss“ aus der Einrichtung kurze Zeit zurück ins Haus ihrer Mutter, bevor sie für ihr Studium weiter nach Köln zieht.
Praxiskontext
Hilfen zur Erziehung
Beteiligte Institutionen
Jugendamt (ASD), diverse stationäre Wohngruppen, Schule, Universität
Zentrale Akteure
Kim Gerhardt und Familie (Mutter, Schwester, Bruder, Vater), Diverse Sozialarbeiter:innen, Psychiater:innen, Therapeut:innen, Jugendamt
Zentrale Themen
Kindeswohlgefährdung/CareLeaver:in, Gewalt, Alkoholabhängigkeit der Mutter, Psychische Erkrankungen von Kim, Ablehnung, Beruflicher Werdegang
Kontext der Fallerhebung
Das Interview mit Kim Gerhardt wurden im Rahmen einer Erhebung des Fallarchivs geführt.
Zeitraum des Fallgeschehens
2000er Jahre bis Anfang 2020er Jahre
