Luka Schneider
Fallbeschreibung
Eine Fachkraft des betreuten Wohnens und eine Pflegefachkraft der Psychatrie berichten unabhängig voneinander über einen Fall:
Luka Schneider (*1978) wurde ein Jahr vor dem Interview an das ambulante betreute Wohnen vermittelt. Er lebt mit psychischen Erkrankungen, einer Behinderung sowie zyklischen Drogenrückfällen. Als Kind wurde er durch seinen Vater misshandelt. Nach dem Tod seiner Mutter wuchs er im Heim auf. Kontakt zu seiner Familie hat er nicht mehr. Früh begann er mit Drogenkonsum und Dealerei, verlor seine Wohnung und seine Ausbildung und war drei Jahre obdachlos. Eine Inhaftierung und Haftstrafe von sieben Jahren erfolgt aus unterschiedlichen Gründen. Luka Schneider möchte, sobald sich seine psychische Verfassung stabilisiert hat, eine besondere Wohnform in einer anderen Stadt anstreben und arbeiten.
Praxiskontext
Beratung im Kontext Wohnen, Begleitung und Verbesserung des Alltags insbesondere die Stabilisierung des Gesundheitszustandes
Beteiligte Institutionen
Ambulantes Betreutes (Einzel-)Wohnen, Psychiatrie/Gesundheitsklinik, Justiz(vollzugsanstalt)/Polizei
Zentrale Akteure
Luka Schneider, seine Familie, Fachkraft Mareike Liebig (Betreutes Wohnen), Personal von Kliniken für psychische Gesundheit (u. a. Pflegefachkraft Giulia Neuhof), rechtliche Betreuung
Zentrale Themen
Trauma, Gewalt, Straftaten mit Haftstrafe, Sucht, psychische Erkrankungen, unterschiedliche Therapieformen, Kontaktabbruch mit Familie, Wunsch nach Beziehung und Lohnarbeit
Kontext der Fallerhebung
Die Interviews mit Mareike Liebig (Betreutes Wohnen) und Giulia Neuhof (Pflegefachkraft Psychiatrie) wurden jeweils im Rahmen einer Erhebung des Fallarchivs geführt.
Zeitraum des Fallgeschehens
Anfang der 1980er Jahre bis Anfang 2020er Jahre
Fallmaterial
2 Interviewtranskripte
1 Suchtlebenslauf
