Besnik Murati

Der Sozialarbeiter des Projekts zur Integration Straffälliger in Arbeit und Ausbildung (ISAA) berichtet vom Fall des jungen Erwachsenen Besnik, der mit 18 Jahren in das Projekt einmündet. Seine Mutter sah sich mit ihm überfordert und hatte das Aufenthaltsbestimmungsrecht an das zuständige Jugendamt abgegeben, das ihn in der Heimerziehung unterbrachte.

Bill Abebe

Im Rahmen eines Praktikums in einer stationären Einrichtung in einer mittelgroßen Stadt verschriftlicht ein Student einen Fall: Bill ist ein 9-jähriger Junge, der in Deutschland geboren wurde. Seine äthiopische Mutter ist nach Deutschland geflohen. Über die familiäre Vorgeschichte ist wenig bekannt, nach Aussagen der Mutter sei der leibliche Vater auf dem Weg nach Deutschland verstorben. Gegen die Mutter läuft ein Strafverfahren wegen schwerer Misshandlungen, die sie an Bill, teilweise gemeinsam mit ihrem neuen Lebensgefährten Sebastian, verübt haben soll. Im weiteren Verlauf werden auch therapeutische Hilfsangebote beschrieben.

Cem Çetin

Im Rahmen eines Praktikums in einer Grundschule einer Kleinstadt berichtet eine Studierende über Cem Çetin. Dieser sei vor circa drei Jahren mit seinen Eltern von der Türkei nach Deutschland geflüchtet. Aufgrund von Sprachbarrieren und Verhaltensauffälligkeiten wurde er trotz seines schulpflichtigen Alters als noch nicht schulreif eingestuft.

Familie Lombe

Die Fallakte dokumentiert einen Hilfeverlauf in dem sich die alleinerziehende Frau Lombe ans Jugendamt wendet: ihr neunjähriger Sohn Gideon zeige sich in der Schule auffällig, frage oft nach seinem Vater, den er nicht kenne und der keinen Kontakt zu seinem Sohn wünsche. Gideon sei einerseits sehr zuverlässig und hilfsbereit, andererseits zeige er aggressives Verhalten und sei belastet. Gideon ist staatenlos, seine Mutter schränkt seine Bewegungsfreiheit ein, weil sie befürchtet, dass er bei einer Kontrolle abgeschoben werden könnte. Frau Lombe ist derzeit im 8. Monat schwanger, muss viel liegen und leidet unter Erschöpfung, ein jüngerer Sohn wächst bei seiner Großmutter in Kamerun auf.

Familie Twesigye

Eine Studierende der Sozialen Arbeit beschreibt den Fall der von Frau Twesigye, die mit ihrem vierjährigen Sohn aus Ostafrika eingewandert ist. Im Rahmen einer Bildungsmaßnahme wirkt Frau Twesigye immer wieder abwesend, lethargisch und hat Gedächtnislücken. Die Fachkräfte schalten das Jugendamt ein, Frau Twesigye wird in eine Klinik eingewiesen und ihr vierjähriger Sohn in einer Pflegefamilie untergebracht.

Karim Şahin

Im Rahmen eines Praktikums in einer Förderschule in einer mittelgroßen Stadt berichtet ein Student über Karim. Sowohl über Diagnosen wie u. a. eine Autismus-Spektrum-Störung im frühkindlichen Alter als auch Umgangsweisen und Überforderungen des Studenten beschrieben. Darüber hinaus werden Fragen zur möglichen zukünftigen Vollzeitbeschulung diskutiert. Unterschiedliche Akteuer:innen der Schule, als auch der Kinder- und Jugendtherapie und Familienhilfe sind mit dem Fall vertraut.

Kevin K.

Der Bericht skizziert den Fall Kevin, der am 23. Januar 2004 als Frühchen geboren wird. Mutter und Ziehvater sind zu diesem Zeitpunkt beide suchtmittelabhängig und mehrfach vorbestraft. Das Jugendamt wird mit dem Fall betraut, Hinweise auf eine mögliche Gefährdung des Jungen häufen sich.

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