Anton Peters
Eine Sozialarbeiterin verschriftlicht retroperspektiv einen Fall: Anton Peters lebt seit seinem 3. Lebensjahr allein mit seiner Mutter in einer 3-Zimmer-Wohnung, der Kontakt zum Vater besteht seitdem nicht mehr. Nach der Krebsdiagnose und des sich zunehmend verschlechternden Gesundheitszustands der Mutter sowie Antons Wunsch seine Mutter bis zum Tod zu begleiten, ziehen beide gemeinsam in ein Hospiz. Anton hat sowohl Kontakt zu einem Schulsozialarbeiter als auch über das Jugendamt mit einer Familienhelferin. Nach vier Wochen verstirbt die Mutter, sodass Anton in eine stationäre Jugendhilfeeinrichtung kommt.
Cem Çetin
Im Rahmen eines Praktikums in einer Grundschule einer Kleinstadt berichtet eine Studierende über Cem Çetin. Dieser sei vor circa drei Jahren mit seinen Eltern von der Türkei nach Deutschland geflüchtet. Aufgrund von Sprachbarrieren und Verhaltensauffälligkeiten wurde er trotz seines schulpflichtigen Alters als noch nicht schulreif eingestuft.
Essenssituation mit Patient:innen der Klinik am Sonnenberg
Im Rahmen eines Studierendenberichts im Studiengang Soziale Arbeit stellt eine Studentin einen Fall dar: In einer Schwerpunktstation der Klinik Sonnenberg haben die Mitarbeiter:innen unterschiedliche Vorstellungen von der Rahmung und der Bedeutung der Essenssituation.
Familie Quasim
Eine Studierende der Sozialen Arbeit skizziert eine Situation in der Beratung der Familie Quasim, die in einem Wohnheim für Asylbewerber:innen und Geflüchtete lebt. Dabei geht es um die Frage der Gewährung von Bekleidungsbeihilfe für die fünfköpfige Familie.
Gilian Haddad
Eine Sozialarbeiter:in verschriftlicht retroperspektiv einen Fall: Gilian Haddad (inzwischen 18 Jahre) kam vor 2 Jahren als sogenannter unbegleiteter minderjähriger Flüchtling nach Deutschland. Die gesamte Familie floh im Rahmen des Kriegsgeschehens in Syrien nach Europa. Der Vater hat zwar eine Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, möchte diese aber nicht wahrnehmen. Nachdem Gilian realisiert hat, dass seine Familie nicht zu ihm kommen wird, zieht sich Gilian zurück. Er beschreibt alles als sinnlos. Damit Gilian jedoch in Deutschland bleiben kann, muss er weiterhin zur Schule gehen und anschließend einen Ausbildungsplatz oder Arbeitsplatz bekommen.
Jasna Ilić
Ein:e Studierende:r der Sozialen Arbeit skizziert den Fall der jungen Frau (Jasna Ilić), die eine Tagesförderstätte besucht. Jasna ist geistig behindert und zeigt auto- und fremdaggressive Verhaltensweisen. Die Familie ist aus Bosnien und Herzegowina eingewandert.
Luca Meyer
Eine Sozialarbeiterin verschriftlicht retroperspektiv einen Fall: Luca wurde bei der Geburt das weibliche Geschlecht zugeordnet, hinterfragt dies jedoch circa seit dem 13. Lebensjahr und strebt seither ein Leben als Mann an. Die Mutter von Luca unterstützt dies nicht und meint es „sei nur eine Phase“ – das Hauptaugenmerkt liegt für sie auf der beruflichen Zukunft von Luca, da diese den Hauptschulabschluss absolviert hat. Da sich die Mutter zunehmend Sorge um die Stimmungslage, das Gewicht und selbstverletzendes Verhalten von Luca macht, meldet sie sich beim Jugendamt und bittet um Unterstützung durch eine:n Erziehungsbeiständ:in.
Mark Heß und Emma Wilt
Eine Studierende beschreibt im Rahmen ihres Studiums Sozialer Arbeit den Fall von Mark Heß (14) und Emma Wilt (5), die in einer Wohngruppe leben. Eine Fachkraft entdeckt Mark und Emma nackt in Marks Zimmer. Beide erzählen, dass es einen Penetrationsversuch gab, den sie nicht gewollt haben. Das Team sucht einen Umgang mit der Situation.
Mika und Dani Soren
Eine Studierende der Sozialen Arbeit beschreibt den Fall der Brüder Mika und Dani Soren, die aufgrund familiärer Gewalt im Rahmen einer Inobhutnahme in einer vollstationären Wohngruppe aufgenommen werden. Im weiteren Verlauf kommt es zu Konflikten und (körperlichen) Auseinandersetzungen zwischen den Brüdern, aber auch zwischen Mika und den anderen Kindern und Fachkräften der Einrichtung.
Nico Staab
Im Rahmen eines Praktikums in einer Großstadt in einem offenen Freizeittreff für Menschen im Alter von 11 bis 15 Jahren verschriftlicht ein Student einen Fall: Nico (15 Jahre alt) ist ein regelmäßiger Besucher des offenen Freizeittreffs. Er fällt hier durch rassistische Bemerkungen, lautes und grenzverletzendes Verhalten sowie einer hohen Gewaltbereitschaft auf. Letztere mündete u. a in einen schulischen Vorfall, der sowohl eine Strafanzeige als auch einen Verweis zur Folge hatte. Seit acht Monaten besteht keine schulische Anbindung mehr. Staatliche Stellen sind eingebunden.
Sebastián García López
Eine Studierende beschreibt im Rahmen ihres Praktikums eine Situation, die sich in einer Tagesgruppe mit Sebastián während der Lernzeit mit anschließendem Gespräch ereignet. Neben Hintergrundinformationen zur Familie stehen Themen wie Leistungsdruck, Sprache und mögliche häusliche Gewalt im Raum.
