Familie Lombe

Die Fallakte dokumentiert einen Hilfeverlauf in dem sich die alleinerziehende Frau Lombe ans Jugendamt wendet: ihr neunjähriger Sohn Gideon zeige sich in der Schule auffällig, frage oft nach seinem Vater, den er nicht kenne und der keinen Kontakt zu seinem Sohn wünsche. Gideon sei einerseits sehr zuverlässig und hilfsbereit, andererseits zeige er aggressives Verhalten und sei belastet. Gideon ist staatenlos, seine Mutter schränkt seine Bewegungsfreiheit ein, weil sie befürchtet, dass er bei einer Kontrolle abgeschoben werden könnte. Frau Lombe ist derzeit im 8. Monat schwanger, muss viel liegen und leidet unter Erschöpfung, ein jüngerer Sohn wächst bei seiner Großmutter in Kamerun auf.

Fatima Deh

Zoe-Maria Schott, Mitarbeiterin des Fachberatungsdienstes Migration, berichtet von der Lebenssituation und dem Beratungs- und Unterstützungsprozess der Klientin Fatimata Deh. Die Senegalesin lebt seit 2020 in Deutschland, drei ihrer insgesamt sieben Kinder leben in Senegal, vier bei ihr in Deutschland. Der Vater des jüngsten Kindes und ihr Partner lebt seit zwei Jahren illegal in Deutschland und nimmt zunehmend an den Beratungstreffen teil. Zentrale Themen sind die sich verändernde Lebenssituation von Fatimah, ihrer Familie insgesamt und der Einfluss des illegalen Status ihres Partners auf die Lebenssituation aller Beteiligten.

Frieda Weinart

Die Fachkraft Lena Schwert erzählt von der 13-jährigen Frieda und ihrer Familie, die sie seit drei Jahren als Erziehungsbeiständin begleitet: Die berufstätigen Eltern nehmen Kontakt mit dem Jugendamt auf, weil Frieda, die jüngere ihrer beiden Töchter, der Schule zunehmend fernbleibt, seit der Präsenzunterricht nach der Covid-19-Pandemie wieder aufgenommen wurde. Die Eltern erhalten Unterstützung durch eine systemische Beratung. Lena Schwert begleitet vor allem Frieda, auch während diese vollstationär in psychiatrischer Behandlung, dann in einer Tagesklinik ist, eine ambulante Therapie aufnimmt, eine Sonderschule besucht und eine Wiedereingliederung in die Regelschule folgt.

Jasna Ilić

Ein:e Studierende:r der Sozialen Arbeit skizziert den Fall der jungen Frau (Jasna Ilić), die eine Tagesförderstätte besucht. Jasna ist geistig behindert und zeigt auto- und fremdaggressive Verhaltensweisen. Die Familie ist aus Bosnien und Herzegowina eingewandert.

Jonas Stein

Eine Sozialarbeiterin verschriftlich retroperspektiv einen Fall: Eine Pflegemutter wendet sich zum Jugendamt und bittet um Hilfe, da sie nicht mehr die Betreuung von Jonas (9 Jahre alt) übernehmen kann und will. Dieser ist seit seinem dritten Lebensjahr bei der Pflegefamilie, deren Alltag sich inzwischen insofern verändert hat, dass der Pflegevater einen Schlaganfall hatte und seitdem selbst auf Hilfe durch die Frau (Pflegemutter) angewiesen ist. Jonas leibliche Mutter ist alkoholabhängig und konnte trotz mehrfacher Versuche nach einem Entzug abstinent zu leben den Anforderungen an eine gefährdungsfreie Elternschaft nicht gewährleisten. Der Vater ist unbekannt.

Lacrima Kovacs

Die Sozialarbeiterin eines Wohnheimes für Wohnungslose berichtet den Fall von Lacrima Kovac, die vorübergehend mit ihrem Kind im Wohnheim untergekommen ist. Es geht um den Vorwurf einer Kindeswohlgefährdung, die zu einer vorübergehenden Inobhutnahme führt. Der Kindsvater unterstellt seiner Frau psychische Labilität, sie gibt an Gewalt und Unterdrückung durch den Kindsvater und seiner Familie erfahren zu haben. Im Sorgerechtsstreit wird dem Vater das alleinige Sorgerecht zugesproche

Mark Heß und Emma Wilt

Eine Studierende beschreibt im Rahmen ihres Studiums Sozialer Arbeit den Fall von Mark Heß (14) und Emma Wilt (5), die in einer Wohngruppe leben. Eine Fachkraft entdeckt Mark und Emma nackt in Marks Zimmer. Beide erzählen, dass es einen Penetrationsversuch gab, den sie nicht gewollt haben. Das Team sucht einen Umgang mit der Situation.

Mika und Dani Soren

Eine Studierende der Sozialen Arbeit beschreibt den Fall der Brüder Mika und Dani Soren, die aufgrund familiärer Gewalt im Rahmen einer Inobhutnahme in einer vollstationären Wohngruppe aufgenommen werden. Im weiteren Verlauf kommt es zu Konflikten und (körperlichen) Auseinandersetzungen zwischen den Brüdern, aber auch zwischen Mika und den anderen Kindern und Fachkräften der Einrichtung.

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