Besnik Murati
Der Sozialarbeiter des Projekts zur Integration Straffälliger in Arbeit und Ausbildung (ISAA) berichtet vom Fall des jungen Erwachsenen Besnik, der mit 18 Jahren in das Projekt einmündet. Seine Mutter sah sich mit ihm überfordert und hatte das Aufenthaltsbestimmungsrecht an das zuständige Jugendamt abgegeben, das ihn in der Heimerziehung unterbrachte.
Dilan Azadi
Die Psychologin erzählt von einem Klienten, der vor zwei Jahren als Au-pair von der Türkei nach Deutschland kam. Seine anschließenden angefangenen Ausbildungsplätze in unterschiedlichen Bereichen, insbesondere jedoch innerhalb der Metzgerei, werden u. a. aufgrund von Mobbing, Drogenrückfällen oder Druckgefühl abgebrochen. Die Ausländerbehörde ist ebenfalls informiert und gewährleistet ihm noch weitere zwei Wochen, um einen neuen Job finden zu können. Über die türkische Gemeinschaft kann er seine bedrohende Wohnungslosigkeit abwenden. Zurück in die Türkei möchte er u. a aufgrund der schwierigen Familienverhältnisse und Diskriminierungserfahrungen als Kurde nicht. Die Fachkraft möchte ihrem Klienten sowohl in Deutschland als auch in seinem Heimatland Perspektiven aufzeigen. Weiter skizziert sie neben seiner Lebenswelt, die auch von körperlichen und psychischen Problemen geprägt ist, auch ihr persönliches Dilemma in Bezug auf den Fall. Dabei gibt sie Einblicke in ihr Nähe- und Distanzverhältnis.
Essenssituation mit Patient:innen der Klinik am Sonnenberg
Im Rahmen eines Studierendenberichts im Studiengang Soziale Arbeit stellt eine Studentin einen Fall dar: In einer Schwerpunktstation der Klinik Sonnenberg haben die Mitarbeiter:innen unterschiedliche Vorstellungen von der Rahmung und der Bedeutung der Essenssituation.
Familie Lombe
Die Fallakte dokumentiert einen Hilfeverlauf in dem sich die alleinerziehende Frau Lombe ans Jugendamt wendet: ihr neunjähriger Sohn Gideon zeige sich in der Schule auffällig, frage oft nach seinem Vater, den er nicht kenne und der keinen Kontakt zu seinem Sohn wünsche. Gideon sei einerseits sehr zuverlässig und hilfsbereit, andererseits zeige er aggressives Verhalten und sei belastet. Gideon ist staatenlos, seine Mutter schränkt seine Bewegungsfreiheit ein, weil sie befürchtet, dass er bei einer Kontrolle abgeschoben werden könnte. Frau Lombe ist derzeit im 8. Monat schwanger, muss viel liegen und leidet unter Erschöpfung, ein jüngerer Sohn wächst bei seiner Großmutter in Kamerun auf.
Fiete Behning
Schulsozialarbeiter schildert seine Arbeit mit einem Kind (Fiete) im Grundschulalter. Auf dieses wird er durch Konflikte mit anderen Kindern aufmerksam. Im Übergang zwischen Unter- und Mittelstufe wechseln Fiete und sein Zwillingsbruder auf unterschiedliche Schulformen. In der Folge fällt Fiete erneut mit nonkonformen Verhalten aus Perspektive der Institution Schule auf. Der Schulsozialarbeiter schildert die sich anschließenden Gespräche mit den Beteiligten sowie anderen Institutionen der Sozialen Arbeit.
Kevin K.
Der Bericht skizziert den Fall Kevin, der am 23. Januar 2004 als Frühchen geboren wird. Mutter und Ziehvater sind zu diesem Zeitpunkt beide suchtmittelabhängig und mehrfach vorbestraft. Das Jugendamt wird mit dem Fall betraut, Hinweise auf eine mögliche Gefährdung des Jungen häufen sich.
Kimberly Schlehöfer
Ein Schulsozialarbeiter schildert seine Arbeit mit einer jugendlichen Person in der 8. Klasse, die ihre Identität sucht und dabei aus Perspektive der Institution Schule nonkonforme Verhaltensweisen zeigt. Parallel schildert er die eigenen damit verbundenen Handlungsprozesse sowie die damit verbundenen Perspektiven auf andere beteiligte Institutionen sowie dem Umgang mit Einschätzungen anderer Institutionen.
Luca Meyer
Eine Sozialarbeiterin verschriftlicht retroperspektiv einen Fall: Luca wurde bei der Geburt das weibliche Geschlecht zugeordnet, hinterfragt dies jedoch circa seit dem 13. Lebensjahr und strebt seither ein Leben als Mann an. Die Mutter von Luca unterstützt dies nicht und meint es „sei nur eine Phase“ – das Hauptaugenmerkt liegt für sie auf der beruflichen Zukunft von Luca, da diese den Hauptschulabschluss absolviert hat. Da sich die Mutter zunehmend Sorge um die Stimmungslage, das Gewicht und selbstverletzendes Verhalten von Luca macht, meldet sie sich beim Jugendamt und bittet um Unterstützung durch eine:n Erziehungsbeiständ:in.
Malik Yilmaz
Die Fallbeschreibung fasst die von Malik erzählte Geschichte seiner Kindheit und Jugend zusammen. Sie ist geprägt durch eine ADHS Diagnose, mehrere Schulwechsel, Kontakt mit unterschiedlichen Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe, eine zwangsweise Einweisung in die Psychiatrie, den Rauswurf aus dem Elternhaus und vorübergehende Wohnungslosigkeit und die Suche nach Zugehörigkeit.
Nico Staab
Im Rahmen eines Praktikums in einer Großstadt in einem offenen Freizeittreff für Menschen im Alter von 11 bis 15 Jahren verschriftlicht ein Student einen Fall: Nico (15 Jahre alt) ist ein regelmäßiger Besucher des offenen Freizeittreffs. Er fällt hier durch rassistische Bemerkungen, lautes und grenzverletzendes Verhalten sowie einer hohen Gewaltbereitschaft auf. Letztere mündete u. a in einen schulischen Vorfall, der sowohl eine Strafanzeige als auch einen Verweis zur Folge hatte. Seit acht Monaten besteht keine schulische Anbindung mehr. Staatliche Stellen sind eingebunden.
Nina Schuhmacher
Eine Masterstudierende interviewt die Studierende Nina Schuhmacher zu ihren Erfahrungen, die sie als Teenie und junge Frau im digitalen Raum gemacht hat. Nina berichtet dabei unter anderem über die von ihr genutzten Plattformen und damit verbundene Begegnungen und Erlebnisse, die sie im digitalen und analogen Raum gemacht hat.
Paula Prast
Eine Sozialarbeiterin, die als Lehrbeauftrage tätig ist verschriftlicht einen Fall retroperspektiv: Ein etwa 15-jähriges Mädchen namens Paula mit ausgeprägten Tourette-Syndrom besucht regelmäßig ein Jugendhaus. Sie lebt in der Nachbarschaft und ist einigen Jugendlichen zwar bekannt, trotz regelmäßiger Reflexion und Gespräche, beobachten jedoch weiterhin die Mitarbeidenden, dass sich die Räume leeren, sobald Paula den Raum betritt.
Sayra Moradi
Der Sozialarbeiter vom Betreuten Wohnen, Jakob Wissel, skizziert den Verlauf eines Falls, bei dem die etwa dreißigjährige iranische Sayra Moradi den Weg von ihrer Ohnmacht zur Selbstbefähigung geht. Sayra Moradi hat verschiedene Gewalttaten und Traumata erlebt, darunter Vergewaltigungen, Kriegs- und Fluchterfahrungen sowie eine Fehlgeburt. Probleme mit der Wirbelsäule, Adipositas und Gebissprobleme veränderten sich ebenfalls während der Zeit beim ambulanten Betreuten Wohnen. Durch die rechtliche Betreuung werden Herr Wissel und sein Kollege vermittelt, um die Klientin in verschiedenen Angelegenheiten zu unterstützen. Im Interview spricht Herr Wissel zudem über das Nähe- und Distanzverhältnis zum Fall.
Sebastián García López
Eine Studierende beschreibt im Rahmen ihres Praktikums eine Situation, die sich in einer Tagesgruppe mit Sebastián während der Lernzeit mit anschließendem Gespräch ereignet. Neben Hintergrundinformationen zur Familie stehen Themen wie Leistungsdruck, Sprache und mögliche häusliche Gewalt im Raum.
Zaria Maris
Im Rahmen eines Praktikums in einer Kindertagesstätte in einer Großstadt berichtet eine Studierende der Sozialen Arbeit über Zaria Maris. Hierbei wird insbesondere auf die Situation des sogenannten „Vater-Mutter-Kind“-Spiels eingegangen und der Rolle der Praktikantin.
