Alexander Werner

Die Sozialpädagogische Familienhelferin erzählt den Fall des 10 Monate alten Alexander. Er soll häusliche Gewalt miterlebt haben. Die Mutter ist psychisch belastet, der Vater hat eine Haftstrafe verbüßt und Suchtprobleme. Nach Paar- und Einzelgesprächen scheint die Familie stabil. Die Paar-Situation eskaliert erneut, sodass das Jugendamt das Sorgerecht aufgrund einer akuten Kindeswohlgefährdung an die Großmutter überträgt, die im selben Haus lebt.

Andrea Bach

Marie Lieb, Mitarbeiterin in einer Einrichtung für betreutes Wohnen, bittet eine Beratungsstelle für sozialrechtliche Fragen (SGB II und SGB XII) per E-Mail um Unterstützung. Es geht um die Bearbeitung eines Antrags auf Grundsicherung der Klientin Andrea Bach, welcher von der zuständigen Sachbearbeiterin des Jobcenters, Frau Schulz, wegen mangelnder Mitwirkung abgelehnt wurde.

Besnik Murati

Der Sozialarbeiter des Projekts zur Integration Straffälliger in Arbeit und Ausbildung (ISAA) berichtet vom Fall des jungen Erwachsenen Besnik, der mit 18 Jahren in das Projekt einmündet. Seine Mutter sah sich mit ihm überfordert und hatte das Aufenthaltsbestimmungsrecht an das zuständige Jugendamt abgegeben, das ihn in der Heimerziehung unterbrachte.

Emil und Martin Scholz

Im Rahmen eines Praktikums in einer Kindertagesstätte einer mittelgroßen Stadt, berichtet eine Studierende über zwei Brüder (Emil und Martin). Emil zeigt zunehmend auffällige emotionale Reaktionen, kotet sich regelmäßig ein und äußert, dass der Papa ihn immer hauen würde. Martin wird als schüchterner Junge eingeschätzt. Die Mutter leidet an Multipler Sklerose (MS), der Vater wird als streng, überfordert und aufbrausend beschrieben. Die Situation zwischen Vater und Großmutter würde die Dynamik innerhalb der Familie weiter erschweren. Schließlich wird eine Kindeswohlgefährdungseinschätzung von der Kita-Leitung (IseF) und der Praktikantin gemacht.

Familie Lombe

Die Fallakte dokumentiert einen Hilfeverlauf in dem sich die alleinerziehende Frau Lombe ans Jugendamt wendet: ihr neunjähriger Sohn Gideon zeige sich in der Schule auffällig, frage oft nach seinem Vater, den er nicht kenne und der keinen Kontakt zu seinem Sohn wünsche. Gideon sei einerseits sehr zuverlässig und hilfsbereit, andererseits zeige er aggressives Verhalten und sei belastet. Gideon ist staatenlos, seine Mutter schränkt seine Bewegungsfreiheit ein, weil sie befürchtet, dass er bei einer Kontrolle abgeschoben werden könnte. Frau Lombe ist derzeit im 8. Monat schwanger, muss viel liegen und leidet unter Erschöpfung, ein jüngerer Sohn wächst bei seiner Großmutter in Kamerun auf.

Familie Twesigye

Eine Studierende der Sozialen Arbeit beschreibt den Fall der von Frau Twesigye, die mit ihrem vierjährigen Sohn aus Ostafrika eingewandert ist. Im Rahmen einer Bildungsmaßnahme wirkt Frau Twesigye immer wieder abwesend, lethargisch und hat Gedächtnislücken. Die Fachkräfte schalten das Jugendamt ein, Frau Twesigye wird in eine Klinik eingewiesen und ihr vierjähriger Sohn in einer Pflegefamilie untergebracht.

Fatima Deh

Zoe-Maria Schott, Mitarbeiterin des Fachberatungsdienstes Migration, berichtet von der Lebenssituation und dem Beratungs- und Unterstützungsprozess der Klientin Fatimata Deh. Die Senegalesin lebt seit 2020 in Deutschland, drei ihrer insgesamt sieben Kinder leben in Senegal, vier bei ihr in Deutschland. Der Vater des jüngsten Kindes und ihr Partner lebt seit zwei Jahren illegal in Deutschland und nimmt zunehmend an den Beratungstreffen teil. Zentrale Themen sind die sich verändernde Lebenssituation von Fatimah, ihrer Familie insgesamt und der Einfluss des illegalen Status ihres Partners auf die Lebenssituation aller Beteiligten.

Frieda Weinart

Die Fachkraft Lena Schwert erzählt von der 13-jährigen Frieda und ihrer Familie, die sie seit drei Jahren als Erziehungsbeiständin begleitet: Die berufstätigen Eltern nehmen Kontakt mit dem Jugendamt auf, weil Frieda, die jüngere ihrer beiden Töchter, der Schule zunehmend fernbleibt, seit der Präsenzunterricht nach der Covid-19-Pandemie wieder aufgenommen wurde. Die Eltern erhalten Unterstützung durch eine systemische Beratung. Lena Schwert begleitet vor allem Frieda, auch während diese vollstationär in psychiatrischer Behandlung, dann in einer Tagesklinik ist, eine ambulante Therapie aufnimmt, eine Sonderschule besucht und eine Wiedereingliederung in die Regelschule folgt.

Jonas Stein

Eine Sozialarbeiterin verschriftlich retroperspektiv einen Fall: Eine Pflegemutter wendet sich zum Jugendamt und bittet um Hilfe, da sie nicht mehr die Betreuung von Jonas (9 Jahre alt) übernehmen kann und will. Dieser ist seit seinem dritten Lebensjahr bei der Pflegefamilie, deren Alltag sich inzwischen insofern verändert hat, dass der Pflegevater einen Schlaganfall hatte und seitdem selbst auf Hilfe durch die Frau (Pflegemutter) angewiesen ist. Jonas leibliche Mutter ist alkoholabhängig und konnte trotz mehrfacher Versuche nach einem Entzug abstinent zu leben den Anforderungen an eine gefährdungsfreie Elternschaft nicht gewährleisten. Der Vater ist unbekannt.

Kevin K.

Der Bericht skizziert den Fall Kevin, der am 23. Januar 2004 als Frühchen geboren wird. Mutter und Ziehvater sind zu diesem Zeitpunkt beide suchtmittelabhängig und mehrfach vorbestraft. Das Jugendamt wird mit dem Fall betraut, Hinweise auf eine mögliche Gefährdung des Jungen häufen sich.

Mark Heß und Emma Wilt

Eine Studierende beschreibt im Rahmen ihres Studiums Sozialer Arbeit den Fall von Mark Heß (14) und Emma Wilt (5), die in einer Wohngruppe leben. Eine Fachkraft entdeckt Mark und Emma nackt in Marks Zimmer. Beide erzählen, dass es einen Penetrationsversuch gab, den sie nicht gewollt haben. Das Team sucht einen Umgang mit der Situation.

Mika und Dani Soren

Eine Studierende der Sozialen Arbeit beschreibt den Fall der Brüder Mika und Dani Soren, die aufgrund familiärer Gewalt im Rahmen einer Inobhutnahme in einer vollstationären Wohngruppe aufgenommen werden. Im weiteren Verlauf kommt es zu Konflikten und (körperlichen) Auseinandersetzungen zwischen den Brüdern, aber auch zwischen Mika und den anderen Kindern und Fachkräften der Einrichtung.

Paula Prast

Eine Sozialarbeiterin, die als Lehrbeauftrage tätig ist verschriftlicht einen Fall retroperspektiv: Ein etwa 15-jähriges Mädchen namens Paula mit ausgeprägten Tourette-Syndrom besucht regelmäßig ein Jugendhaus. Sie lebt in der Nachbarschaft und ist einigen Jugendlichen zwar bekannt, trotz regelmäßiger Reflexion und Gespräche, beobachten jedoch weiterhin die Mitarbeidenden, dass sich die Räume leeren, sobald Paula den Raum betritt.

Titel

Nach oben