Alexander Werner

Die Sozialpädagogische Familienhelferin erzählt den Fall des 10 Monate alten Alexander. Er soll häusliche Gewalt miterlebt haben. Die Mutter ist psychisch belastet, der Vater hat eine Haftstrafe verbüßt und Suchtprobleme. Nach Paar- und Einzelgesprächen scheint die Familie stabil. Die Paar-Situation eskaliert erneut, sodass das Jugendamt das Sorgerecht aufgrund einer akuten Kindeswohlgefährdung an die Großmutter überträgt, die im selben Haus lebt.

Besnik Murati

Der Sozialarbeiter des Projekts zur Integration Straffälliger in Arbeit und Ausbildung (ISAA) berichtet vom Fall des jungen Erwachsenen Besnik, der mit 18 Jahren in das Projekt einmündet. Seine Mutter sah sich mit ihm überfordert und hatte das Aufenthaltsbestimmungsrecht an das zuständige Jugendamt abgegeben, das ihn in der Heimerziehung unterbrachte.

Familie Gutierrez

Der Mitarbeiter des Sozialdienst einer Justizvollzugsanstalt erzählt den Fall einer Familie (Mann, Frau und Kind) aus Mexiko, die für Dritte Betäubungsmittel illegal über Deutschland in ein anderes europäisches Land transportieren und dabei festgenommen werden. Der Mann hatte in Mexiko seine Arbeit verloren.

Fiete Behning

Schulsozialarbeiter schildert seine Arbeit mit einem Kind (Fiete) im Grundschulalter. Auf dieses wird er durch Konflikte mit anderen Kindern aufmerksam. Im Übergang zwischen Unter- und Mittelstufe wechseln Fiete und sein Zwillingsbruder auf unterschiedliche Schulformen. In der Folge fällt Fiete erneut mit nonkonformen Verhalten aus Perspektive der Institution Schule auf. Der Schulsozialarbeiter schildert die sich anschließenden Gespräche mit den Beteiligten sowie anderen Institutionen der Sozialen Arbeit.

Frieda Weinart

Die Fachkraft Lena Schwert erzählt von der 13-jährigen Frieda und ihrer Familie, die sie seit drei Jahren als Erziehungsbeiständin begleitet: Die berufstätigen Eltern nehmen Kontakt mit dem Jugendamt auf, weil Frieda, die jüngere ihrer beiden Töchter, der Schule zunehmend fernbleibt, seit der Präsenzunterricht nach der Covid-19-Pandemie wieder aufgenommen wurde. Die Eltern erhalten Unterstützung durch eine systemische Beratung. Lena Schwert begleitet vor allem Frieda, auch während diese vollstationär in psychiatrischer Behandlung, dann in einer Tagesklinik ist, eine ambulante Therapie aufnimmt, eine Sonderschule besucht und eine Wiedereingliederung in die Regelschule folgt.

Katja Novak

Eine Fachkraft des betreuten Wohnens und eine Pflegefachkraft der Psychiatrie berichten unabhängig voneinander über denselben Fall: Katja Novak, geboren 1969, zieht in ihrer Kindheit gemeinsam mit ihren Geschwistern und ihrer Mutter zurück nach Slowenien. Grund hierfür ist die Ermordung von Katjas Vater durch ihre Mutter. Später heiratet Frau Novak, die Ehe wird jedoch aufgrund des Ehebruchs ihres Mannes geschieden. Aus dieser Beziehung gehen drei Kinder hervor. In Deutschland lebt sie mit einem neuen Partner zusammen, mit dem sie ein weiteres Kind bekommt. Nachdem die Tochter der Klientin berichtet, dass dieser Partner sie jahrelang sexuell missbraucht hat, wird Katja Novak schwer depressiv und lässt sich in die Psychiatrie einweisen. Bei Katja Novaks Schwägerin wachsen dauerhaft die Kinder auf. Neben den psychischen Belastungen hat Frau Novak auch verschiedene körperliche Beschwerden.

Kim Gerhardt

Die 23-jährige Kim Gerhardt erzählt ihre Geschichte, die teilweise auch durch die Unterstützung der Kinder- und Jugendhilfe geprägt ist. Sie wird als Jüngste von insgesamt drei Kindern in Stuttgart geboren. Die Eltern trennen sich, als sie neun ist, sie erhält diverse Diagnosen (ADHS, Legasthenie, auditive Wahrnehmungsstörung und später auch Depression). Nach dem Auszug des Vaters und zwei ihrer Geschwister realisiert die inzwischen Vierzehnjährige die Alkoholabhängigkeit ihrer Mutter. Kim Gerhardt erfährt Mobbing in der Schule, hat Suizidgedanken und erlebt sexuelle Übergriffigkeit. Neben diversen Therapien war sie in einer psychosomatischen Klinik und zog mit 16 Jahren für eineinhalb Jahre in die heilpädagogische Wohngruppe, bevor sie anschließend ins einzelbetreute Wohnen wechselte. Sie absolviert ihr Abitur und zieht nach dem „Rausschmiss“ aus der Einrichtung kurze Zeit zurück ins Haus ihrer Mutter, bevor sie für ihr Studium weiter nach Köln zieht.

Kimberly Schlehöfer

Ein Schulsozialarbeiter schildert seine Arbeit mit einer jugendlichen Person in der 8. Klasse, die ihre Identität sucht und dabei aus Perspektive der Institution Schule nonkonforme Verhaltensweisen zeigt. Parallel schildert er die eigenen damit verbundenen Handlungsprozesse sowie die damit verbundenen Perspektiven auf andere beteiligte Institutionen sowie dem Umgang mit Einschätzungen anderer Institutionen.

Lacrima Kovacs

Die Sozialarbeiterin eines Wohnheimes für Wohnungslose berichtet den Fall von Lacrima Kovac, die vorübergehend mit ihrem Kind im Wohnheim untergekommen ist. Es geht um den Vorwurf einer Kindeswohlgefährdung, die zu einer vorübergehenden Inobhutnahme führt. Der Kindsvater unterstellt seiner Frau psychische Labilität, sie gibt an Gewalt und Unterdrückung durch den Kindsvater und seiner Familie erfahren zu haben. Im Sorgerechtsstreit wird dem Vater das alleinige Sorgerecht zugesproche

Luka Schneider

Eine Fachkraft des betreuten Wohnens und eine Pflegefachkraft der Psychatrie berichten unabhängig voneinander über einen Fall: Luka Schneider (*1978) wurde ein Jahr vor dem Interview an das ambulante betreute Wohnen vermittelt. Er lebt mit psychischen Erkrankungen, einer Behinderung   sowie zyklischen Drogenrückfällen. Als Kind wurde er durch seinen Vater misshandelt. Nach dem Tod seiner Mutter wuchs er im Heim auf. Kontakt zu seiner Familie hat er nicht mehr. Früh begann er mit Drogenkonsum und Dealerei, verlor seine Wohnung und seine Ausbildung und war drei Jahre obdachlos. Eine Inhaftierung und Haftstrafe von sieben Jahren erfolgt aus unterschiedlichen Gründen. Luka Schneider möchte, sobald sich seine psychische Verfassung stabilisiert hat, eine besondere Wohnform in einer anderen Stadt anstreben und arbeiten.

Mandy Faber

Im Interview berichtet ein Schulsozialarbeiter von einer Betreuungshilfe mit der transidenten Jugendlichen Mandy, die durch Schulabsentismus auffällig wird. Mandy lebt in prekären Verhältnissen, die Mutter akzeptiert die Transition von Marc zu Mandy nur schwer.

Maria Becker

Lukas Krahl, Mitarbeiter eines Integrationsfachdienstes (Beratungsstelle zum Thema Arbeit und Schwerbehinderung), erzählt, am Beispiel der Klientin Maria Becker, den Ablauf und die Aufgaben eines Verfahrens des betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM). Bei Maria Becker wurde eine psychische Erkrankung diagnostiziert, die zu Phasen der Arbeitsunfähigkeit führte. Finanzielle und persönliche Probleme belasten sie zusätzlich. Lukas Krahl begleitet zum einen den Prozess der Wiedereingliederung und macht sie auf weitere Unterstützungsangebote aufmerksam.

Renee Altmeier

Die Beraterin eines Projekts zur Wiedereingliederung von jungen Straffälligen schildert den Fall von Renee Altmeier. Der 27-Jährige hat eine abgeschlossene Ausbildung, war aufgrund einer Schizophrenie-Diagnose über längere Zeit krankgeschrieben und ist arbeitssuchend. Er ist außerdem wegen eines BtM-Deliktes verurteilt worden und auf Bewährung. Die Beratung endet mit dem Ender der Projektlaufzeit, während sich Renee noch in einer mehrmals verlängerten Probezeit befindet.

Theo Kettler

Die Mitarbeiterin Manuela Haupt erzählt, am Beispiel des zehnjährigen Theo, wie sie in einem ländlich gelegenen Kinder- und Jugendtreff arbeitet und ihre Leitlinien im Umgang mit den Kindern umsetzt. Theo eckt häufig an, ist impulsiv und sensibel. In der Schule gilt er als verhaltensauffällig. Manuela führt sowohl mit der Mutter als auch einer Lehrerin von Theo Gespräche, um Theo bestmöglich zu unterstützen, seinen Platz zu finden.

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